Die Terrasse pflegen

Deine Holzterrasse reinigen
und pflegen

Wie das geht, erfährst du hier.

Terrasse pflegen: Wie du lange Freude an deiner Terrasse hast

Eine Terrasse aus Holz ist für viele die erste Wahl – kein Wunder, hat Holz doch eine warme und natürliche Ausstrahlung. Doch anders als Fliesen oder Stein will eine Holzterrasse intensiver gepflegt und gereinigt werden – dabei gibt es einiges zu beachten. Sollte man die Terrasse ölen, nachdem es geregnet hat, und muss diese dafür ganz trocken sein? Hier liest du, wie du deine Holzterrasse am besten behandelst, damit sie lange so schön bleibt wie am ersten Tag.

Inhalt

Reinigung und Pflege deiner Terrasse: das Wichtigste vorab

Holz ist ein lebendiges Material: Gerade deswegen ist es bei Terrassen-Liebhabern so gerne gesehen. Doch das bedeutet auch, dass Holz sich im Laufe der Zeit verändert – es entwickelt eine Patina, da es das ganze Jahr der Witterung ausgesetzt ist. UV-Strahlung bleicht das Holz aus; Regen und Schnee dringen in die Fasern und quellen diese auf. Um sicherzustellen, dass deine Holzterrasse möglichst lange schön bleibt, kommt es auf die richtige Reinigung und Pflege an.

Bevor du ein Pflegeprodukt auftragen kannst, steht die Reinigung an. Fege zunächst den groben Schmutz mit einem Besen weg. Haben sich Moose gebildet? Dann entferne sie mit speziell dafür entwickelten Grünbelag-Entfernern, damit die Pflege auch gleichmassig einziehen kann. Entscheidend ist, dass du zur Reinigung keine zu groben Bürsten verwendest, denn diese könnten das Holz beschädigen – eine Wurzelbürste eignet sich zum Beispiel gut; mit dieser entfernst du alle hartnäckigen Verschmutzungen. Auch ein Hochdruckreiniger ist geeignet. Dabei solltest du jedoch besonders vorsichtig arbeiten. Stelle den Druck möglichst niedrig ein, denn ist dieser zu stark, kann es passieren, dass sich einzelne Holzfasern aufstellen. Die Folge: Die Holzoberfläche wird unregelmässig und ergraut schneller. Besonders Nadelhölzer sind empfindlich: Wenn du sichergehen willst, behandle diese nur mit einer Bürste. Bei Tropen- oder Thermoholz musst du weniger vorsichtig sein, denn diese sind um einiges robuster.

Übrigens: Die Terrasse zu reinigen, ist auch beim Auszug wichtig, damit sie für die nächsten Mieter genauso schön ist wie bei deinem Einzug. Wichtig: Behandle deine Holzterrasse auf keinen Fall mit Putzmitteln: Die enthaltenen Säuren würden das Holz angreifen und zusätzlich strapazieren. Bei Bedarf kannst du alternativ auf eine Seifenlauge zurückgreifen. Bedenke auch, dass du deine Terrasse einmal abschleifen solltest, damit das Öl besser einziehen kann.

Bist du mit der Reinigung und dem Schleifen fertig, kannst du zur Pflege übergehen. Wichtig ist jedoch, dass deine Holzterrasse komplett trocken ist, bevor du diese mit Öl behandelst, denn sonst kann das Produkt nicht einziehen und verfehlt seinen Zweck. Die Terrasse zu ölen, ist direkt nach einem Regen also nicht empfehlenswert. Suche dir daher unbedingt eine Phase mit beständig trockener Witterung aus. Vor dem Auftragen der Pflegeprodukte sollte das Holz ein bis zwei Tage durchgetrocknet sein.

Pflege der Terrasse: Wie oft ölen mit welcher Pflege?

Wenn du auf die Holzpflege verzichtest, wird das Material mit der Zeit grau und spröde. Manch einer mag diese natürliche Optik und verzichtet daher auf Holzpflege. Bist du jedoch kein Fan der natürlichen Patina, solltest du deine Holzterrasse zwei Mal im Jahr mit Öl pflegen. Die beste Zeit dafür ist im Frühling, damit sich das Holz von Frost und Nässe im Winter erholen kann und optimal auf die starke Sonneneinstrahlung im Sommer vorbereitet ist, sowie im Herbst, bevor die Temperaturen wieder unter den Gefrierpunkt sinken. Die speziellen Öl-Pflegeprodukte beinhalten Stoffe, die das Material vor Insekten, Schimmel und Fäulnis schützen und sorgen dafür, dass das Holz seine Farbe beibehält. Darüber hinaus schützen die Terrassenöle auch vor UV-Strahlung und Feuchtigkeit.

Welches Öl du brauchst, hängt ganz von der Holzart ab. Auf der Packung findest du Hinweise, für welche Holzart sich die Pflege eignet – manche sind speziell für Tropenhölzer entwickelt, andere wiederum für Nadelhölzer. Letztere sind zum Beispiel anfälliger für Pilzbefälle und sollten daher mit einem Produkt speziell gegen Fäulnis behandelt werden. Wichtig ist auch, dass du Terrassen-Öl kaufst, denn herkömmliche Holzschutz-Lasuren ziehen nicht tief genug ein und reiben sich daher leicht wieder ab. Das Pflegeöl kannst du einfach mit einem Pinsel oder einer Farbrolle auftragen. Achte darauf, dass du das Produkt gleichmässig verteilst – eine dünne Schicht genügt. Entferne anschliessend das überschüssige Öl mit einem Lappen.

Hast du deine Terrasse zu viel geölt? In diesem Fall klebt der Holzboden auch noch, nachdem die Pflege eigentlich eingezogen sein sollte. Versuche, das überschüssige Öl mit einem fusselfreien Lappen zu entfernen. Ist dies nicht mehr möglich, schleife deine Terrasse noch einmal gründlich ab und trage danach eine ganz dünne Schicht neues Pflegeöl auf.

Wichtig ist, dass das Öl in das Holz gelangt und nicht darauf zurückbleibt. Bevor du deine Terrasse wieder nutzt, lass die Pflege also gut einziehen, damit du sie nicht gleich wieder wegtrittst. Um sicherzugehen, dass das Terrassen-Öl eingezogen ist, betritt das Holz 8 bis 10 Stunden lang nicht. Anschliessend kannst du die Terrasse wieder wie gewohnt nutzen und die Zeit dort geniessen.

Pflege unterschiedlicher Materialien

Holz

2x jährlich; trocken den Schmutz entfernen, Terrasse wässern und mit einer festen Bürste reinigen, anschliessend ölen.

Resysta

Unlasiert: heisses Wasser und Bürste, bei Bedarf mit Spülmittel. Lasiert: Wasser und Tuch / weiche Bürste.

WPC

Mit Wasser und Seife z.B. mit einem Hochdruckreiniger (nicht mehr als 200 bar), Rückstände von kalkhaltigem Wasser mit Essig entfernen.

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