Terrassendielen verlegen

Der krönende Abschluss des Terrassenbaus

Terrassendielen aus Holz sorgen dafür, dass bei geselligen Grillpartys oder beim entspannten Nichtstun eine gemütliche Atmosphäre aufkommt. Die Dielen selbst zu verlegen ist weit weniger kompliziert, als du es dir vielleicht vorstellst! Coop Bau+Hobby hat die wichtigsten Infos für dich zusammengestellt. Verschaffe dir zunächst einen Überblick über die verschiedenen Materialien und Montagearten. Sobald du mit dem Verlegen der Terrassendielen beginnst, hilft dir die Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Inhalt

Auswahl der Terrassendielen: Welches Material ist das beste?

Falls du noch ganz am Anfang deines Projekts stehst und zunächst einmal eine Terrasse anlegen musst, solltest du dir zunächst die Tipps zum Terrassenbau ansehen. Bist du noch nicht sicher, ob du Dielen oder eventuell lieber Fliesen, z. B. aus Naturstein, verlegen möchtest, hilft dir der Ratgeber zum Material für deine Terrasse weiter.

Wenn du dich dafür entschieden hast, Terrassendielen zu verlegen, geht es an die Feinheiten der Materialauswahl, denn Dielen für den Outdoor-Bereich gibt es in zahlreichen Ausführungen. Du kannst nicht nur zwischen verschiedenen Holzsorten wählen: Als Alternative kommt WPC infrage, ein Holz-Kunststoff-Gemisch, das die Vorteile beider Werkstoffe miteinander kombiniert.

Holz: warm und widerstandsfähig

Terrassendielen aus Holz sind besonders beliebt, denn das Material ist widerstandsfähig, vielseitig, strahlt Wärme aus und ist eine umweltfreundliche Lösung – solange du eine einheimische, schnell nachwachsende und schonend behandelte Holzsorte wählst. Im Hinblick auf Aussehen, Gewicht, Lebensdauer, Harzhaltigkeit und Härte unterscheiden sich die Holzarten teils deutlich voneinander.

Berücksichtige bei der Wahl deines Belages unbedingt, wie intensiv er beansprucht und welcher Witterung er ausgesetzt sein wird. Bei starker Beanspruchung und fehlender Überdachung (etwa entlang eines Swimmingpools) empfiehlt sich ein hartes, widerstandsfähiges Holz. Bei überdachten Sitzplätzen, die Wind und Wetter weniger ausgesetzt sind, kommt auch die Verwendung von Weichholz infrage.

WPC vereint die Vorteile von Holz und Kunststoff

Wood Plastic Composite (kurz: WPC) ist ein neuartiger Verbundwerkstoff, der aus Holzfasern und thermoplastischem Kunststoff besteht. WPC-Dielen sind ebenso einfach zu verlegen wie Holzdielen, aber deutlich pflegeleichter, weil ihnen UV-Strahlung und feuchte Witterung nicht so schnell etwas anhaben können. Da WPC splitterfrei und rutschhemmend ist, bietet sich das Material insbesondere – aber nicht nur – für Barfusszonen an.

Welche Möglichkeiten gibt es zur Befestigung von Terrassendielen?

Es gibt zwei Wege, Terrassendielen zu befestigen, die sowohl vom Material als auch von der Unterkonstruktion abhängen. Üblicherweise werden Holzdielen einfach mit der Unterkonstruktion verschraubt, doch vielleicht bevorzugst du aus ästhetischen Gründen die unsichtbare Befestigung der Terrassendielen mit Clips oder Metallprofilen. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass es keine Bohrlöcher gibt, in die Wasser eindringen könnte.

Bei WPC-Terrassendielen ist die Befestigung ohnehin unsichtbar. Hier ist eine sogenannte Systembefestigung üblich. Das bedeutet, die Schienen für die Unterkonstruktion und die passenden Clips für die Befestigung sind meist im Lieferumfang enthalten, sodass du beim Verlegen der Dielen lediglich der Anleitung folgen musst.

Terrassendielen verlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Terrassendielen sind einfach und schnell verlegt. Trotzdem gilt es, ein paar wichtige Regeln bei der Befestigung der Terrassendielen auf der Unterkonstruktion zu beachten, damit für eine solide Verbindung zum Fundament, ausreichende Belüftung und einen guten Wasserablauf gesorgt ist. Wenn du dich gewissenhaft an die folgenden Schritte hältst, hast du lange Freude an deinen neuen Terrassendielen.

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Stabile Unterkonstruktion für deine Terrassendielen

Die Unterkonstruktion wird aus langen Balken gefertigt, die aus demselben Material wie die Terrassendielen bestehen sollten. Je nach Länge, Stärke und Material der Terrassendielen werden die Konstruktionsbalken im Abstand von 40 bis 60 Zentimetern installiert und über Auflagesteine oder Bodenplatten fest mit dem Fundament verbunden. Wähle den Abstand der Balken nicht zu gross, da sonst die Gefahr besteht, dass sich die Dielen biegen oder sogar brechen. Halte ausserdem einen Abstand von etwa acht Zentimetern zum Boden ein. So ist für eine gute Belüftung gesorgt.

Vergiss nicht, beim Bau der Unterkonstruktion ein leichtes Gefälle von ein bis zwei Prozent anzulegen, damit Regenwasser ablaufen kann. Das Gefälle sollte immer vom Gebäude wegführen. Die Terrassendielen sollten beim Verlegen so ausgerichtet werden, dass das Wasser an ihnen entlangfliessen kann – besonders wichtig ist das bei Dielen mit geriffelter Oberfläche, da es sonst zu Staunässe kommt.

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Erste Terrassendiele verlegen

Die erste Terrassendiele verlegst du je nach Fliessrichtung des Wassers parallel oder winklig zur Hauswand. Lass dabei einen Abstand von mindestens zwei Zentimetern zur Wand, damit die Luft zirkulieren und sich das Holz gegebenenfalls ausdehnen kann.

Aus denselben Gründen ist auch zwischen den Dielen ein bestimmter Abstand nötig, der sich danach richtet, welches Material du verwendest. Der Richtwert beträgt fünf Millimeter. Bei Holz ist zusätzlich entscheidend, welche Restfeuchte es hat. Je geringer diese ist, umso stärker dehnt sich das Holz beim Kontakt mit Feuchtigkeit aus. Frag am besten beim Kauf deiner Terrassendielen im Fachhandel nach, welcher Abstand beim Verlegen empfohlen wird.

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Terrassendielen sicher befestigen

Je nachdem, welche Befestigungstechnik du für die Terrassendielen gewählt hast, wird die erste Diele nun mit Clips oder Schrauben fest an jedem Kontaktpunkt mit der Unterkonstruktion fixiert. So verfährst du mit jeder weiteren Diele.

Falls du dich für eine Schraubkonstruktion entschieden hast, verwendest du ausschliesslich rostfreie Terrassenschrauben, die du mit mindestens fünf Zentimetern Abstand zum Dielenende mittig einschraubst. Um sicherzugehen, dass die Holzdielen nicht zu sehr unter Spannung stehen und dadurch möglicherweise einreissen, ist es sinnvoll, die Löcher für die Schrauben vor der Montage vorzubohren.

Terrassendielen bündig sägen

Sind alle Dielen verlegt, werden die Enden mit einer Handsäge auf eine einheitliche Länge gesägt, sodass ein bündiger Abschluss entsteht. Anschliessend kannst du entweder eine Holzleiste als Verkleidung anbringen oder die Holzkanten abschleifen, damit sich niemand an den Schnittkanten verletzen kann.

Weitere Tipps und Tricks im Überblick

  • Achte bei deinem Einkauf auf eine ausreichende Materialreserve (z. B. für Ausbesserungen oder falls du einige Terrassendielen aus Versehen falsch zuschneidest).
  • Verlege die Terrassendielen nie direkt auf dem Fundament, sondern immer auf einer Unterkonstruktion.
  • Wähle für die Unterkonstruktion immer das gleiche Material wie für die Dielen, damit sie sich nicht unterschiedlich stark ausdehnen.
  • Vermeide Staunässe, indem du beim Terrassenbau ein leichtes Gefälle von ein bis zwei Prozent einplanen – das Wasser sollte vom Haus wegfliessen.
  • Verlege Terrassendielen, insbesondere solche mit geriffelter Oberfläche, in Fliessrichtung des Wassers.
  • Achtung: Der Boden darf insgesamt nur so hoch sein, dass sich die Terrassentür noch problemlos öffnen lässt. Beim Verlegen von Dielen auf dem Balkon solltest du zusätzlich auf die Höhe des Geländers achten.
  • Verwende bei der Befestigung der Dielen immer rostfreie Schrauben und bohre vor (0.5 bis 1.0 mm grösserer Durchmesser als der Schraubendurchmesser).
  • Der Abstand zwischen den trockenen Dielen sollte immer mindestens 5 mm betragen.

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