Richtig lüften und Energie sparen

Für ein gesundes Raumklima

Im Winter, wenn die Heizung auf Dauerbetrieb läuft, wird die Luft in Innenräumen schnell sehr trocken und viele Menschen haben mit brennenden Augen oder Konzentrationsstörungen zu kämpfen. Doch auch zu feuchte Luft ist ein Problem, denn sie fördert die Schimmelbildung in Innenräumen. Ein Schwung frische Luft wirkt in beiden Fällen Wunder, doch was ist besser: Stosslüften oder Fenster kippen? Wir verraten dir, wie du richtig lüftest.

Inhalt

Warum ist Lüften so wichtig?

Der entscheidende Grund für regelmässiges Lüften ist deine Gesundheit. Sowohl zu trockene als auch zu feuchte Raumluft kann auf Dauer körperliche Beschwerden verursachen. Darüber hinaus begünstigt eine hohe Luftfeuchtigkeit die Bildung von Schimmelsporen, die im schlimmsten Fall nicht nur zu chronischen Atemwegserkrankungen führen, sondern auch die Bausubstanz eines Gebäudes schädigen.

Die Ziele beim Lüften sind:

  • Austausch von «verbrauchter» CO2-haltiger gegen frische, sauerstoffreiche Luft
  • Absenkung der Luftfeuchtigkeit in feuchten Räumen, um Schimmelbildung zu verhindern
  • Vorbeugung von trockener Haut, brennenden Augen, Kopfschmerzen oder Atemwegsbeschwerden in beheizten Räumen

Richtig lüften: so funktionierts

Wenn du dich den ganzen Tag in der Wohnung aufhältst, solltest du drei bis vier Mal täglich stosslüften. Das bedeutet, dass du alle Fenster für einen kurzen Zeitraum weit öffnest und dadurch einen schnellen, effizienten Luftaustausch ermöglichst.

Auf angekippte Fenster solltest du zumindest in kühleren Monaten unbedingt verzichten, denn dabei verschwendest du wertvolle Heizenergie, ohne dass sich die Luftqualität in der Wohnung schnell genug verbessert.

Beim Stosslüften hängt die optimale Dauer von der Jahreszeit ab. An kalten Wintertagen reichen schon wenige Minuten aus, im Sommer kannst du die Intervalle je nach Bedarf auf bis zu 30 Minuten ausdehnen.

Energiesparend lüften im Winter

In den kälteren Monaten solltest du immer abwägen, wie du genügend frische Luft in die Wohnung lässt, ohne dass die Räume zu sehr auskühlen. Doch wie beim energiesparenden Heizen kannst du auch beim Lüften Energiekosten sparen, wenn du es richtig machst. Zudem verhindert eine sachgerechte Belüftung kostspielige Feuchtigkeitsschäden an den Wänden.

Der beste Zeitpunkt zum Lüften im Winter ist morgens, bevor die Wohnung auf die am Thermostat eingestellte Tagestemperatur aufgeheizt wird, und abends, bevor du schlafen gehst. In einem frisch gelüfteten Raum schläft es sich ohnehin besser und auf diese Weise nutzt du den an deinen Tagesablauf angepassten Heizrhythmus am besten aus.

Falls du dich tagsüber nicht in deiner Wohnung aufhältst, sind diese zwei Zeitpunkte ausreichend für das richtige Lüften im Winter. Bist du den ganzen Tag zu Hause, solltest du um die Mittagszeit noch einmal zusätzlich stosslüften. Je kälter es draussen ist, umso kürzer lüftest du. Bei Minustemperaturen oder starkem Wind reichen schon fünf Minuten. Ist es etwas milder, kannst du die Fenster bei Bedarf auch bis zu 10 Minuten offenstehen lassen. Vergiss nicht, währenddessen die Heizung komplett zurückzudrehen. Das spart viel Heizenergie.

Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit richtig lüften

Besonders gründlich müssen Räume gelüftet werden, in denen sich viel Feuchtigkeit entwickelt hat. Dazu gehört zum Beispiel die Küche, wenn beim Kochen Wasserdampf entsteht, das Badezimmer nach dem Duschen oder ein Raum, in dem du Wäsche zum Trocknen aufgehängt hast.

Verhindere am besten von vorneherein, dass sich die hohe Luftfeuchtigkeit in der ganzen Wohnung verteilt, indem du die Türen zu anderen Zimmern schliesst und lüfte den Raum anschliessend für mindestens 10 bis 15 Minuten durch. Sonst besteht die Gefahr, dass sich in Fliesenfugen oder Fensternischen Feuchtigkeit absetzt und dort den perfekten Nährboden für schädliche Schimmelpilze bietet. Ganz vermeiden lässt sich das allerdings auch bei richtigem Lüften nicht immer. In diesem Fall ist es wichtig, dass du den Schimmel im Bad sofort entfernst, bevor er sich weiter ausbreitet.

Und wenn länger niemand in der Wohnung ist? Dann könntest du vielleicht Nachbarn oder Verwandte bitten, bei dir für gute Luft zu sorgen.

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